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Schattenfrucht

Im Wahn kalter Nächte,
Den Kopf an der Wand
Blüht duftend die Schattenfrucht
Meiner Angst.
Ein fahler Schrei verkündet gebrochenen Tod.
In den Dornengärten stirbt weiß umhüllt
Der gekrümmte Körper verratener Liebe.
Ein Vogel beweint verborgenen Tod.
Der Traum eines Tänzers verkümmert im Licht
Und ein Wesen kommt näher
Mit rostigem Atem und mit bitterem Schritt
In der eisigen Ahnung von Winter und Krieg...
Ein Untier lacht von kalten Zinnen.
Die Pest stiehlt unsere Stimmen!
Das Talgespenst näht weiße Kleider
Für verlorene Kinder.
Mutter Sonne fällt herab
Ein Vater weint am Grab.
Ein Schlauch hängt stumm herab
Zu schwer für diese Zeit.
Die Worte trennen - Nadelstiche
Vertrauen heißt ein fremder Pfad.
Und ein Wesen kommt näher
Mit rostigem Atem und mit bitterem Schritt
In der eisigen Ahnung von Winter und Krieg...


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