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Der Schokoladengott

Ich war der Schokoladengott, ein süß befleckter Todesengel,
ich aß das süße Brot in der fremd gewordenen Welt.
Zwischen meinen Beinen floß der Zucker wie ein Schrei,
und tausend Zungen leckten davon jeden süß erfüllten Tag.
Es waren taumelnde Tage, jedes Ding hatte Bedeutung
und zerfiel im bitteren Nachgeschmack des Zuckerbrotes,
das mir brennend aus den Lenden wuchs...
Ich tauchte tief im See meines Begehrens, mein Bewußtsein war ein Schatten,
und müde war mein Herz.
Einer schrieb das Wort "wohin" an kalte Wand,
die Angst schlich auf und ab in ihrem Feuerkleid.
Die Lust war schwach und kaum zu spüren, in stummen Kreisen starb ein Traum,
das Außen war nicht mehr zu deuten und innen aschenkalter Raum.
Ich bin der Schokoladengott...
Iß, mein süßes Herz!



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